Samstag, 19. Mai 2012
Aikido

Über Aikido steht bei Wikipedia, dass es sich um eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst handelt, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba als Synthese verschiedener Aspekte unterschiedlicher Budō-Disziplinen, vor allem aber als Weiterentwicklung des Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu begründet wurde.

Das Ziel beim Aikidō ist zum einen, die Kraft eines gegnerischen Angriffs abzuleiten (Abwehr) und zum anderen, gleichzeitig dieselbe Kraft intelligent zu nutzen, um den Gegner vorübergehend angriffsunfähig zu machen (Absicherung), ohne ihn dabei schwer zu verletzen. Das Besondere im Aikidō ist, dass keine offensiven Angriffstechniken, sondern nur Abwehr- und Sicherungstechniken und dadurch vermittelnd eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung, gelehrt werden.

Die Techniken des Aikidō beruhen auf physikalischen Prinzipien. Mit fortschreitendem Training tritt jedoch die reine physikalische Kraft immer mehr in den Hintergrund und wird vielmehr durch Genauigkeit, Beweglichkeit und „Zentriertsein“ ersetzt. Schließlich ist es der Fluss des Ki des Übenden, das den Gegner bewegt bzw. zu Fall bringt. Die Angriffsenergie wird im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten nicht geblockt, sondern so umgelenkt, dass der Verteidiger daraus einen Vorteil erlangt. Dabei werden im Wesentlichen zwei Prinzipien verwendet, irimi und tenkan. Irimi ist das Prinzip des „in den Angriff Eintretens und mit ihm Harmonisierens“, während man mit tenkan den Angriff mit einer Drehbewegung vorbeilässt und dabei mit ihm harmonisiert.

Die zentrale Kraft im Aikidō ist Kokyū - die Atemkraft, die der Muskelkraft des körperlich Stärkeren überlegen ist. Genauer bezeichnet ist Kokyū  der Atem, Kokyū dōsa  heißt Atemkraftbewegung aus dem Seiza und Kokyū hō  ist eine Übung zur Entwicklung der Atemkraft. Die Atemkraft und das Ki gehören zusammen. Wenn die Atemkraft richtig geübt wird, wird auch der Fluss des Ki positiv beeinflusst.

In Nia wurden vor allem die Übungen des Ausweichens, die kreisenden und rotierenden Bewegungen sowie die Drehungen integriert. Auch hier wird dadurch Kraft mit weniger Anstrengung produziert wobei sämtliche Muskeln (nicht nur die großen Muskelgruppen) trainiert werden. Weiterhin wirken diese Elemente ganz besonders konzentrationsfördernd, stärken das  Gleichgewicht und sorgen für innere Ausgeglichenheit.